Fly in Safari ins Okavango-Delta – Namibia, Botswana

Nun ist der Alltag langsam wieder eingezogen, so dass auch etwas Zeit ist für ein paar ausführlichere Bemerkungen zur Reise.

Zum Thema Flüge und Auto brauche ich nichts zu schreiben, alles war perfekt. Die Autofirma hat eine gute Einweisung gemacht. Allerdings ist die Rückgabe für deutsche Bürokratie recht unkonventionell: Kein Schriftstück, keine Unterschrift, einfach volltanken, Sichtcheck und Schlüsselübergabe. Das macht etwas unsicher, da man nichts in der Hand hat, dass auch alles korrekt zurückgegeben wurde. Vielleicht mal mit Herrn Dainat drüber reden?

Die Wegbeschreibungen waren alle so, dass die Unterkünfte leicht zu finden waren, mit einer Ausnahme: Das Shakawe Fishing Camp ist nicht als solches ausgeschildert, sondern nur als Shakawe Camp.Das irritierte etwas, da auch die Einheimischen auf Nachfrage nicht weiterhelfen konnten.

Die Lodges und Camps waren alle ohne Fehl und Tadel, so dass ich darauf nicht weiter eingehen möchte, außer der Lokuthula Lodge, darauf komme ich noch später.

Die Tagesetappen sind sehr sinnvoll gewesen, auch das war i.O. .Die Grenzübergänge gingen ohne Probleme, natürlich mit der entsprechenden Schreiberei.

Die Mahlzeiten waren sehr abwechslungsreich, vielleicht für meinen Geschmack schon etwas zu sehr auf Touristen zugeschnitten, sowohl im Spektrum als auch in der Präsentation. Dies gilt besonders für die Chobe Safari Lodge.

Die Chefs und das Personal waren aber alle sehr bemüht, so dass es an nichts fehlte. Dies trifft insbesondere auf Hinweise zu zusätzlichen Ausflügen zu. Die vorher gebuchten, waren sowieso sehr gut.

Von der Eningu Lodge aus haben wir einen Ausflug in die Fledermaushöhle gemacht, was allerdings nicht für jedermann zu empfehlen wäre, da die Höhle sehr eng, stickig und warm ist. Auch der Weg dorthin ist etwas schwierig, also durchaus eine Empfehlung, aber nur mit Guide, ordentlichem Schuhwerk und keinen Problemen mit Höhlen.

Die anderen Zusatztouren waren Tiersafaris mit Guide oder allein, alles ohne Probleme.

Einige Worte zu den Tsodilo Hills: Die Zeichnungen sind für mich ein ganz großes Highlight der Reise gewesen, also durchaus den Umweg wert. Allerdings sollte man die Tour (wir haben den Rhino-Trail gewählt) nicht ohne Guide machen, auch wenn es im Reiseführer anders steht. Die Ausschilderung ist nicht so, dass man effektiv die Runde machen kann. Man spart einfach Zeit, wenn man einen Guide mitnimmt. Desweiteren ist der Weg sehr anspruchsvoll, man klettert also über Felsen, Steine etc.

Es ist nicht gefährlich, wenn man sich die nötige Zeit nimmt und mit Guide geht. Alles in allem also ein Muß, wenn man in dieser Ecke des Landes ist, für mich jedenfalls.

Ein weiteres Highlight für mich war die Wanderung mit den Buschmännern im Dqae Qare Guesthouse, davon hätte ich gerne noch mehr. Dieser direkte Kontakt mit den Menschen und der Natur war sehr schön.

Zu den anderen Nationalparks brauche ich nichts zu schreiben: Chobe ist unübertroffen, ich glaube, wir haben alle Elefanten gesehen, auch Löwen, Leoparden, Hippos usw. also das volle Spektrum.

Etwas ruhiger dann im Okavango-Delta, aber ebenfalls sehr schön, auch die Fahrt im Mokoro bzw.die Fußpirschgänge.

Bei der ganzen Reise gab es nur ein Problem, dass uns in der Zeitplanung in die Enge getrieben hat. Der Rückflug vom Moremi Crossing Camp nach Kasane fand erst am Nachmittag statt. In der Chobe Safari Lodge sagte man mir, dass er früh sehr zeitig geht, dem war aber nicht so. Da wir also erst gegen 15.00 Uhr wieder in Kasane waren, dann zweimal das Auto wechseln mußten, Grenze zu Simbabwe dauerte auch, waren wir erst gegen 17.00 in der Lokuthula Lodge. Hier bekamen wir gerade noch die Zimmerschlüssel, da um 17.00 Uhr eigentlich schon die Rezeption geschlossen wird. D.h. also, der ganze Tage war rum.

Am nächsten Tag hatten wir nur Zeit bis 11.30 Uhr für die Victoria Fälle, da dann bereits der Transfer zum Flughafen anstand.Hier lief uns tatsächlich die Zeit davon.

Wir haben uns dann dafür entschieden, einen Hubschrauberrundflug zu machen, da dieser weniger zeitintensiv war. Wären wir zu Fuß zu den Fällen gegangen, hätten wir den ersten Transfer von der Lodge um 7.45 Uhr nehmen müssen und wie oben geschreiben nach nur knapp 4 Stunden zurück sein müssen. Leider lag die Lodge sehr außerhalb, so dass man die Fälle nur mit Bustransfer erreichte.

Wegen unserer Zeitverzögerung war es uns leider auch nicht möglich, in der Stadt einzukaufen. Deshalb mußten wir die einzige angebotene Gaststätte nehmen und die war extrem bis unverschämt teuer. Das war aber auch eine Erfahrung, die man von solchen Reisen mitbringt.

Der Hubschrauberrundflug war natürlich spektakulär und ein weiteres Highlight des Urlaubs.

Ich weiß nicht, ob bei einer anderen Routenplanung, z.B. als Tagesausflug von Kasane aus oder eine andere Lodge in Victoria Falls, beides machbar gewesen wäre, dies ist jetzt auch egal, man muß bei solchen Urlauben immer mit Unvorhersehbarem rechnen.

Dies schmählert den Gesamteindruck in keinster Weise. Es war ein toller Urlaub, mit vielen Höhepunkten, ohne große Probleme. Das ist natürlich auch sehr wesentlich Ihnen zu danken, denn die Unterkünfte, die Autoverleihfirma, die Aktivitäten etc. haben Sie ausgewählt und das war alles: Summa cum laude.

Wir möchten uns deshalb nochmals ganz herzlich bei Ihnen, Ihrem Mann und allen, die in Namibia und Botswana hinter den Kulissen mitgewirkt haben, bedanken.

Es wird ein unvergeßlicher Urlaub bleiben.

Viele Grüße aus N. von Fam. H.


zurück