Waren Sie schon mal in Afrika? Nein?

Na, da könnten Sie so mancherlei erleben, vorausgesetzt Sie reisen als „Selbstfahrer“ oder mit einer kleinen Gruppe, deren Führer in manchen Gegenden unverzichtbar ist.

Wer schon mal bei 40°C im Schatten einen Radwechsel durchgeführt und unter dem Wagen die richtige Position für den Wagenheber gesucht hat, was tut der?

Er schickt seine Frau in die Wüste. Sie bringt einem dann die passenden Feldsteine zur Unterlage, weil der Wagenheber die notwendige Höhe nicht schafft.

Wer mal im Ugab- Tal (ein Trockenflusstal in der Nähe des Brandbergmassivs) beim Holzsammeln einem Wüstenelefanten begegnet ist, was tut der?

Zunächst beginnt der graue Riese die Verfolgung. Der Reisende läuft im Zickzack davon und verbirgt sich hinter einem Mopanebusch. Dessen Blätter schmecken dem Rüsseltier besonders gut, denn deshalb ist er ja dort. Er vergisst dann meist die weitere Verfolgung. Schließlich ist er kein Fleischfresser. Aber wir wissen: Wir sind in seinen Lebensraum eingedrungen und haben ihn offenbar gestört und vielleicht auch geärgert.

Wer schon mal z. B. in Swakopmund von einer schönen jungen Hererofrau nach einer kleinen Gabe zur Aufbesserung ihrer pekuniären Verhältnisse auf offener Straße auf den Mund geküsst wurde, was tut der? Er genießt den Augenblick und schaut sich dann ängstlich um, ob etwa seine Ehefrau um die nächste Straßenecke biegt.

Kurzum, wer einen Trip durch die Länder des südlichen Afrika plant und durchführt, der sollte sich in ähnlichen Situationen zu helfen wissen.

Aber ihm wird auch geholfen. Denn die Sache mit dem Radwechsel wird dem Reisenden vom Autoverleih Dainat in Windhoek bis ins Detail erklärt. Daß es Wüstenelefanten im westlichen Namibia gibt, erfährt man von KALAHARI.

Und dass es schöne schwarze Frauen in Afrika gibt, das lässt sich nicht leugnen oder gar verheimlichen. Vielleicht ist es die schöne afrikanische Seele, die einem dort entgegenleuchtet. Wer denkt da schon an Maharero und Trotha?

Unsere bisher letzte Reise durch das südliche Afrika führte uns auch in den östlichen Landesteil Namibias, nämlich zu den Buschleuten.

Wo kommen diese interessanten und freundlichen Leute her und in welcher Richtung werden sie in Zukunft gehen? Diese Frage bewegt den interessierten Reisenden während der gesamten Zeit seines dortigen Aufenthalts.

Was die Zukunft betrifft, so haben sich jedenfalls die bei Tsumkwe lebenden Leute in einen traditionellen und in einen modernen Zweig aufgeteilt (freiwillig!).

Die einen pflegen ihre sprachlichen Schnalzlaute in herkömmlicher Weise und verspeisen noch immer Schildkröten und Ochsenfrösche, die anderen sprechen ein leidliches Englisch.

So auch unser Führer und Fahrer, der uns als geborener Buschmann auf unsere bohrenden Fragen niemals eine Antwort schuldig blieb. Den einen langen Tag gemeinsam mit den eingeborenen Jägern und Sammlern des Afrikanischen Kontinents vergisst wohl keiner, der dabei gewesen ist.

Wo kann man sonst auf der Welt miterleben, wie die Einheimischen Beeren pflücken und Wasserwurzeln ausgraben, deren Inhalt man sowohl als Getränk als auch zur Körperwäsche usw… benutzen kann.

Was die pragmatische und organisatorische Seite dieser abgelegenen Weltecke betrifft: Die „Tsumkwe Country Lodge unter der damaligen Leitung (Dezember 2010) eines riesigen Südafrikaners ist deshalb unvergesslich, weil man dort eher mit dürftigen Verhältnissen und weniger aufgeschlossenen Leuten gerechnet hätte.

Kommen wir auf den anschließenden 4- tägigen Aufenthalt in Zimbabwe zu sprechen, was man zum Besuch der westlichen Region des Landes am besten mit dem Kleinflieger erreicht.

Der Transfer vom Flughafen nahe Victoria Falls zu Hardtmuts Amadeus Garden Gästehaus war wie gewohnt pünktlich und perfekt. Der „einzige Holländer, der nicht holländisch spricht“ (Zitat von Hardtmut) führt den Besucher mit seinem Taxi durch die südrhodesische Metropole Victoria Falls.

Die Fälle von zimbabwischer Seite kann man nicht beschreiben, man muß sie sehen, hören und spüren. Unser tapferer Holländer zog sich taktvoll zurück, wenn seine Anwesenheit gerade nicht erforderlich war!

Zimbabwe bereist man hauptsächlich wegen seiner herrlichen Tier- und Pflanzenwelt. Leon, ein Zimbabwer britischer Herkunft, führt durch den wunderschönen Hwange- NP.

Mit seinen fünf schwer bewaffneten schwarzafrikanischen Gehilfen zogen wir zu Fuß quer durch den Afrikanischen Busch. Wehe dem Löwen, der uns begegnet wäre! Wir (das waren eben wir und ein australisches junges Paar) hatten jedenfalls den Befehl zu laufen was das Zeug hält, wenn eine derartige Begegnung unvermeidlich würde.

Der Park ist darüber hinaus von unschätzbarem Wert für Ornithologen. Haben wir Respekt vor der noch halbwegs intakten Natur in dieser Region!

Wer von Zimbabwe aus Botswana bereisen will, vertraut sich am besten einem berufenen Taxifahrer an, der den Touristen zur Grenze bringt. Dort wird er von der anderen Seite abgeholt.

Vorausgesetzt, er hat bei KALAHARI gebucht. In der Chobe- Lodge findet man heutzutage einen superfeinen Aufenthalt mit durchtrainiertem Personal. Ganz exakt organisiert man dort auf Wunsch die Safaris zu Land und auf dem Fluß. Nicht jedem gefällt die oft peinliche Beflissenheit der dortigen Angestellten.

Der erfahrene Globetrotter geht schnell darüber hinweg und widmet sich viel mehr der faszinierenden Tierwelt im Einzugsgebiet des Sambesi.

Was ich sonst zu sagen hätte, reicht nicht für eine…wie heißt das gleich? Jedenfalls reichen unsere Buschfreunde das Kraut, das sie in ein Aluminiumrohr gestopft haben durch die ganze Sippe, zwei drei Züge für jede und für jeden. Nur das kleine siebenmonatige Kerlchen schaut interessiert zu und nuckelt derweil an der Mutterbrust.

Gehen wir sorgsam mit diesem Erbe um, obwohl oder weil wir wissen, dass auch die Traditionen dieses sympathischen Volkes früher oder später verloren gehen!

Wer das südliche Afrika bereisen will, für den ist größte Behutsamkeit gegenüber Pflanzen, und den dort lebenden Tieren und den Menschen geboten.

Wie man das macht und noch viel mehr kann man bei KALAHARI erfahren.

T. Scherf


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