Hallo Frau Stoss,

Die Reise war wirklich wunderschön, für Afrika-Anfänger genau die richtige Mischung zwischen Kulturgeschichte, Land und Leuten und unvergessenen Tiererlebnissen.

Dafür, dass wir nicht die perfekte Tierbeobachtungszeit hatten, haben wir wirklich unglaublich viel gesehen.

Die Elefantenherden, Giraffen und Nashörner am Wasserloch zu beobachten ist ein unvergessliches Erlebnis. Wir hatten sogar das seltene Glück einen Leoparden aufzustöbern.

Sehr „ursprünglich“ sind auch die Zeltnächte, diese einmalige Geräuschkulisse, wenn irgendwo Hyänen lachen und Flusspferde grunzen, oder wenn Schakale oder Honigdachse durchs Camp streifen, um die Mülltonnen zu plündern. Das erlebt man nur draußen und nur in Afrika!

Sehr schön war auch der Aufenthalt in Guma Lagoon und der Bootsausflug ins Okavangodelta. Wenn so ein Krokodil vor deinem Boot einen Salto vollführt, hält man schon mal ehrfürchtig den Atem an!

Besondere Höhepunkte waren auf jeden Fall Victoria Falls und der Bootsausflug im Chobe Nationalpark, bei dem wir unglaublich schöne Tierbeobachtungen machen konnten, vorallem Elefantenherden, Flusspferde und Büffel.

Unser Guide war sehr gut, locker und sympathisch, aber auch sehr professionell und viel Wissen vermittelnd. Außerdem war es perfekt, dass unsere Gruppe nur aus 5 Personen bestand.

So hatten wir reichlich Platz im Bus und konnten uns mit unserem Gepäck während der teilweise recht langen Fahrten optimal ausbreiten. Auch zum Fotografieren waren immer genug Fenster frei.

Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann wäre es der 2-Tage-Aufenthalt in der Nkwasi Lodge. Wir fühlten uns etwas überrumpelt vom Preis fürs Büfett, den wir doch als etwas zu hoch empfanden und vorallem erst nach dem Essen erfuhren.

Daraufhin haben wir uns am 2. Abend selbst versorgt, wobei beim Einkaufen noch ein Taschendieb die Kamera meiner Tochter klauen wollte (habe sie aber erfolgreich zurückerobert). Für das Nicht-in-Anspruch-nehmen des Bufetts musste unser Guide noch herbe Kritik der Chefin einstecken.

Auch, dass wir die angepriesene Dorfschule nicht besucht haben, wurde uns unmissverständlich zum Vorwurf gemacht.

Aber lieber hätten wir ein einfaches Essen gehabt und den Rest der Schule gespendet, als beim überteuerten Büfett teilzunehmen. An dieser Stelle kann man sicher einen wertvollen Reisetag einsparen und eventuell auch nach einer alternativen Lodge suchen.

Leider lohnt sich der Aufenthalt in der Kwando Lodge auch nur, wenn man kleinere Jeeps zur Verfügung hat, um an die Wasserlöcher heranzukommen. Wir fuhren knapp 3 Stunden mit dem Bus auf den dafür noch geeigneten Hauptwegen und haben außer Landschaft praktisch nichts gesehen. Das war etwas schade.

Diese 2 Tage hätten wir gut an anderer Stelle brauchen können, z.B. im Chobe Park oder an den Victoria Falls. Gerade dort ist die Zeit sehr knapp, vorallem, wenn man noch an einigen Aktivitäten teilnehmen möchte. Da zählt jede Minute, sonst schafft man das geplante Programm nicht.

Alles  in allem war es eine unglaublich schöne Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.

Vielen Dank nochmal für die gute Organisation und die sehr nette Betreuung. Sollte ich irgendwann nochmal das Geld für eine nächste Afrikareise zusammenbekommen, werde ich mich gern wieder an Sie wenden, aber derweil auf jeden Fall an andere Afrikainteressierte weiterempfehlen.

Mit lieben Grüßen, auch von meiner Tochter,

A. H.


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