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Reiseeindrücke, Senegal, 28.02. – 12.03.2018

Eine Reise durch Senegal vermittelt viel vom kulturellen Milieu des afrikanischen Kontinents.

Es ist keine Reise zu den „big Five“, sondern zu den Peul-Nomaden, die quer über den gesamten Kontinent die Savannen-Region südlich der Sahara bevölkern, zu den friedlichen Sufi-Moslems, die durch ihre gelebte Toleranz dafür sorgen, dass der Senegal weitgehend frei von terroristischem Islam ist, in die heiligen Wälder der Casamance-Region, wo animistische Kulte zelebriert werden und fremdartig anmutende Königreiche existieren, und zu den Djola mit ihrer hochentwickelten Architektur und ihren temperamentvollen rituellen Tänzen, und nicht zuletzt zu einem der größten Fischereihäfen des Kontinents mit seinen tausenden von bunt bemalten Booten, den Piroggen.

Und natürlich begegnet man auch den großen Problemen Afrikas: der Armut, den Bergen von Müll, der unbegrenzten Bevölkerungsexplosion und der Bildungsmisere.

Die Hauptstadt Dakar ist eine pulsierende und expandierende Metropole mit all den Problemen, die solche Städte weltweit aufweisen.

Der 2018 eröffnete neue Flughafen ist rund 50 km von der Innenstadt entfernt und gut durch eine Schnellstraße mit ihr verbunden. Das Straßennetz im Land ist relativ gut ausgebaut, trotzdem waren wir froh, dass wir einen erfahrenen Fahrer hatten, der uns vor allem zu den abseits der Straßen gelegenen Camps fuhr, denn da mussten wir oft nur den Reifenspuren im Sand folgen.

Das Essen in Restaurants ist uns überall gut bekommen und besteht meist aus Reis und Fisch, der sehr schmackhaft zubereitet wird, was man im Gegensatz dazu vom Geflügel nicht behaupten kann.

Natürlich gibt es alle Sorten Obst und Gemüse, vieles muss allerdings importiert werden, meist aus Marokko. Mineralwasser zu bekommen war nie ein Problem.

Unsicher oder irgendwie bedroht haben wir uns nie gefühlt, selbst auf den belebten Märkten, wo man sich mit den Einheimischen durchdrängeln muss, kamen solche Gefühle nicht auf, obwohl wir natürlich vorsichtig waren, Taschen usw. verschlossen hielten und größere Geldbeträge nicht offen zeigten. Fotos von Personen machten wir nur mit Erlaubnis oder gegen einen kleinen Geldbetrag.

Preiswerte Direktflüge aus Deutschland nach Dakar haben wir nicht gefunden. Wir sind über Lissabon mit TAP angereist, andere Fluggesellschaften weisen Zwischenstopps in Paris, Amsterdam etc. an.

Wer helfen will, sollte vor Ort selbst kaufen, was gebraucht wird, wir haben Reis, Zucker, Kerzen und Streichhölzer, Seife und Waschpulver und Bisquits für die Kinder gekauft.

Das ist alles für uns sehr preiswert zu bekommen und bewahrt die Frauen und ihre Familien davor, dass die Männer Geld missbräuchlich ausgeben.

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